Unfallversicherung im WISO Tipp

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In der aktuellen Ausgabe des Verbrauchermagazins ZDF WISO geht es im WISO Tipp um die private Unfallversicherung. Die Experten erklären, für wen eine zusätzliche Unfallversicherung sinnvoll ist und worauf man vor Abschluss achten sollte. Zudem wird die Frage beantwortet, ob eine private Unfallversicherung eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung sein kann.

Im WISO Tipp vom 25.07.2016 geht es um die Frage, wie sinnvoll eine private Unfallversicherung ist. Nach Meinung der Verbraucherschützer sind es vor allem junge Menschen wie Schüler, Studenten und Kinder, die diesen zusätzlichen Schutz benötigen. Daneben sollten sich Menschen mit gefährlichen Freizeitaktivitäten wie z.B.  Motorradfahren, Skifahren oder Extremsportler mit einer privaten Unfallversicherung absichern. Eine private Unfallversicherung zahlt dann, wenn außerhalb des Jobs ein Unfall passiert und dieser dauerhafte Folgen bei der Gesundheit nach sich zieht.

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WISO Tipp: Unfallversicherung keine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Nach Aussage der Verbraucherschützer kann „eine Unfallversicherung nie als echte Alternative zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung angesehen werden“. Nur in wenigen Ausnahmen wäre eine Unfallversicherung als Ersatz für die BU-Versicherung ausreichend. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass nur ein Bruchteil der Berufsunfähigkeit durch einen Unfall verursacht wird. Die Unfallversicherung zahlt auch nur, wenn eine dauerhafte Beeinträchtigung durch einen Unfall herbeigeführt wurde. Als dauerhaft werden körperliche Beeinträchtigungen gezählt, die mindestens drei Jahre andauern. Wie hoch diese Zahlung ist, hängt von der vertraglichen Vereinbarung beim Versicherungsabschluss ab.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme bei der Unfallversicherung sein?

Experten sind sich einig, dass ein Unfall mit mindestens 100.000 Euro abgesichert werden sollte. Der Bund der Versicherten berechnet die empfohlene Schadensumme wie folgt:

  • 30 Jahre alter Versicherungsnehmer = das sechsfache Bruttojahreseinkommen,
  • 40 Jahre alter Versicherungsnehmer = das fünffache Bruttojahreseinkommen,
  • 50 Jahre alter Versicherungsnehmer = das vierfache Bruttojahreseinkommen.

Falls die Höhe der Versicherungssumme abhängig vom Invalitätätsgrad sein soll, empfiehlt sich ein Tarif mit „Progression“. Je nach Schwere der Behinderung wird eine höhere Summe ausgezahlt. Diese Tarife haben jedoch auch ihren Preis, daher verzichten viele Versicherungsnehmer darauf.

Auch wenn die Summen sich im ersten Moment sehr hoch anhören, muss bedacht werden, dass bei einem Unfall womöglich auch die Wohnung bzw. das Haus behindertengerecht umgebaut werden muss. Dies kann schnell mehrere zehntausend Euro kosten.

WISO Tipp: Beitragsrückgewähr nicht zu empfehlen

Die Experten von WISO empfehlen Tarife mit einer Beitragsrückgewähr zu meiden. Das heißt, wird die Unfallversicherung nicht benötigt, erhält der Versicherte einen Teil der gezahlten Beiträge wieder.  Was sich gut anhört, ist in Wirklichkeit eine Mogelpackung. Die Beiträge für Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr sind deutlich teurer als normale Tarife. Die zusätzlich gezahlten Beiträge werden dann, zu eher schlecht Konditionen, verzinst. Würde der Kunde die Zusatzkosten in eine andere Geldanlage investieren, würde er hier eine höhere Rendite erhalten.

ZDF WISO: Unfallversicherung für Senioren

Ob Senioren eine private Unfallversicherung abschließen sollten oder nicht kann man pauschal nicht sagen. Es gibt viele ältere Menschen, die noch sehr aktiv sind und dadurch entsprechend auch die Gefahr eines Unfalls gegeben ist. Daher macht es Sinn, eine Unfallversicherung durch Senioren abzuschließen. Auf der anderen Seite sind Senioren nicht mehr von ihrer Arbeitskraft abhänging, denn die Rente wird unabhängig vom Gesundheitszustand gezahlt. Die Empfehlung der Experten ist daher eine Unfallversicherung, die nicht ganz so hohe Versicherungssummen (< 100.000 Euro) beinhaltet wie bei erwerbstätigen Menschen. Dadurch lassen sich auch die monatlichen Beiträge für eine private Unfallversicherung deutlich senken.

Kinder laut WISO Tipp höher versichern

Die private Unfallversicherung ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen sinnvoll. Laut Experten sollten die Tarife jedoch eine höhere Versicherungssumme beinhalten. Zu empfehlen sind Summen im Falle eines Unfalls mit dauerhaften Schäden von mind. 200.000 Euro. Hier können Tarife mit einer Progression auch Sinn machen. Empfehlenswert wäre eine Progression on 225%.

Unfallversicherung: Tipps vor dem Abschluß

Der Bund der Versicherten hat für Interessenten einer Unfallversicherung wichtige Tipps zusammengefasst:

  • Invalidität durch Eigenbewegung und erhöhte Kraftanstrengung
  • Bewusstseinsstörungen
  • Invalidität als Folge einer Infektion
  • Wichtig für Menschen mit Vorschäden ist: Sie sollten darauf achten, in welcher Höhe und Art Kürzung der Leistung erfolgt, sofern diese mit zur Invalidität beigetragen haben.

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