Wann kommt die Bürgerversicherung? Seit Jahren streiten Politiker über eine Reform des Gesundheitssystems in Deutschland. Der Sonderstatus von Privatpatienten soll aufgehoben werden und alle Versicherten die gleiche ärztliche Behandlung erhalten.

Immer wieder ist die Abschaffung der privaten Krankenversicherung und die Einführung einer Bürgerversicherung Thema bei der SPD, Grünen und Linken. Bereits in den letzten Jahren war das Thema Gesundheitstsystem in Deutschland mehrmals Thema im Wahlkampf. Die CDU lehnt eine Bürgerversicherung ab. Zumal es bisher keine konkreten Pläne gibt, wie eine einheitliche Bürgerversicherung in der Realität umgesetzt werden kann. Der Ruf nach einer Bürgerversicherung kommt vor allem von der älteren Bevölkerung, die privat versichert ist. Diese Gruppen können nicht mehr zurück in die gesetzliche Krankenkasse wechseln und müssen durch jährlichen Beitragssteigerungen in Billigtarifen der PKV auskommen. Zumeist sind es Menschen, die früher durch Lockangebote in die private Krankenversicherung wechselten und dadurch nicht genügend Altersrückstellungen aufbauen konnten.

Geht es nach Befürwortern der Bürgerversicherung, sollen die Beiträge wie in der gesetzliche Krankenversicherung nur nach dem Einkommen berechnet werden. Dies wäre vor allem für ältere Menschen eine große Entlastung. Gutverdiener und Beamte hingegen würden womöglich deutlich draufzahlen, da diese in den meisten Fällen in der PKV bessere Leistungen für weniger Geld erhalten. Ob eine Bürgerversicherung eine realistische Chance hat, hängt vor allem von den zukünftigen Wahlergebnisse ab. Aktuell sieht es danach aus, dass es die Bürgerversicherung mit der CDU in der Koalition nicht geben kann.