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Fitch Ratings privater Krankenversicherungen
   

Fitch Ratings gehört neben Moody´s und Standard & Poor´s zu den größten Ratingagenturen. Seinen Namen hat das Unternehmen von Jahon Knowles Fitch, der 1912 in New York die Firma The Fitch Publishing Company gründete.

Das Ziel von Fitch Ratings ist es, die Finanzstärke von Versicherern zu erfassen. Je besser die Bonität, umso besser die Auszeichnung.


Erläuterung der Finanzstärkesiegel für das Finanzstärke-Rating (IFS –Isurer Financial Strength):

AAA: außergewöhnlich stark
Außergewöhlich hohe Fähigkeit, den Verpflichtungen gegenüber Versicherungsnehmern und Vertragspartnern nachzukommen; Risikofaktoren minimal
AA: sehr stark
Sehr hohe Leistungsfähigkeit; Risikofaktoren ziemlich gering
A: stark
Hohe Leistungsfähigkeit; Risikofaktoren mäßig

Es gibt dann noch weitere Abstufungen mit dem Buchstaben B – gut, leicht schwach und schwach.
Weiter geht es auch noch mit C für sehr schwache unternehmen und mit D für Unternehmen, die bereits Zahlungsverzug haben bzw. inzwischen insolvent sind.

von Google vorgeschlagene Links zur Krankenversicherung:

 

 


Die Entstehung des Ratingergebnisses

Fitch konzentriert sich bei seinen Analysen auf 5 Bereiche:
Branchenbeurteilung
Beurteilung der Wettbewerbssituation
Beurteilung der inneren Struktur
Beurteilung der Strategie und der Unternehmensleitung
Finanzielle Bestandsaufnahme

Bevor es im Ratingausschuss zum eigentlichen Rating kommen kann, bedarf es einer umfangreichen Vorarbeit:
Zuerst muss ein Vertrag mit dem Unternehmen, das am Rating teilnimmt abgeschlossen werden. Hierin wird z.B. festgehalten, dass Fitch betriebsinterne Informationen erhalten wird. Fitch arbeitet dann die vom Unternehmen erhaltenen Unterlagen durch und erstellt daraufhin einen Fragenkatalog mit allen noch ungeklärten Punkten. Der nächste Schritt ist ein Gespräch, das Analysten von Fitch mit der Geschäftsleitung des Versicherungsunternehmens führen.
Jetzt kommt es zum eigentlichen Rating. Fitch verfasst nun mit allen erhaltenen Daten den Entwurf eines Berichts, den das Versicherungsunternehmen umgehend zur Stellungnahme erhält. Im Anschluss findet sich der Ratingausschuss von Fitch ein und entscheidet über den endgültigen Bericht, der dann auch das endgültige Ratingergebnis enthält. Dieses wird wiederum dem Versicherungsunternehmen übergeben, das, sofern es das wünscht, noch eine Überprüfung des Ratings durch den Ratingausschuss beantragen kann.
Ist einmal ein Rating erstellt, wird das Unternehmen weiterhin beobachtet und Veränderungen werden erfasst. Dies erfolgt über einen regelmäßigen Informationsaustausch zwischen Fitch und dem gerateten Unternehmen.

Ein immer wieder kritisierter Punkt ist, dass Ratingagenturen die Daten, die für das Rating herangezogen werden, nicht offen legen. Es ist also für niemanden nachvollziehbar, wie es zur Bewertung denn schließlich und endlich gekommen ist. Ratingagenturen halten damit dagegen, dass sie nur aufgrund der Geheimhaltung, die für das Rating nötigen Daten von den Unternehmen erhalten.
Neuerdings gibt es jedoch von Fitch so genannte Q-IFS Ratings. Diese Ratings beruhen auf rein quantitativen Informationen, daher das Q.


Q-IFS Ratings

Das Q-Rating der privaten Krankenversicherungen unterscheidet sich vor allem in 3 wesentlichen Punkten vom traditionellen IFS Rating:
Für ein traditionelles IFS-Rating erhält Fitch Ratings entweder ein direktes Mandat oder ein Dritter zeigt Interesse an. Erst dann wird der Ratingprozess eingeleitet. Für quantitative Ratings ist dies nicht nötig. Hier werden quantitativ Informationen gesammelt und ausgewertet.
Bei einem Q-Rating werden wirklich nur quantitative Informationen wie z.B. Bilanzdaten aus den Jahresabschlüssen gesammelt und auf Basis eines statistischen Modells ausgewertet. Es fließen z.B. weder Analystenmeinungen mit ein, noch werden Mutter-/Tochter-Beziehungen zwischen den Unternehmen berücksichtig.
Während ein traditionelles IFS Rating auf vertraulichen Daten und Informationen basiert, wird ein Q-Rating mit öffentlich zugänglichen Daten erstellt. Zum Teil teilen die Unternehmen Fitch Ratings noch zusätzlich Informationen mit, die teilweise dann auch mit verwendet werden, sofern sie von Fitch Ratings für das Ergebnis relevant erscheinen.
Q-Ratings beruhen zudem auf einen zeitpunktbezogenen Konzept, sie beinhalten keine Annahmen für zukünftige Entwicklungen.

Folgende Bewertungen sind möglich:
AAAq – außergewöhlich stark
Aaq – sehr stark
Aq – stark
BBBq – gut
BBq – leicht schwach
Bq – schwach
CCCq – sehr schwach
Das q kennzeichnet, dass es sich hier um ein Q-Rating handelt, dass also mit öffentlich zugänglichen quantitativen Daten ein Ergebnis erstellt wurde. Qualitative Vorgehensweisen wurden hier nicht angewandt.

Test-Kurzübersicht - Finanzstärkesiegel IFS-Rating :

  1. Axa Kranken AA
  2. Central Kranken AA
  3. Allianz Private Kranken AA-
  4. DKV A+
  5. Nürnberger Kranken A+
  6. DBV Winterthur Kranken A
  7. Württembergische Kranken A

 

 

 
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